Die Pfefferminze (Mentha × piperita) ist eine beliebte Heil- und Gewürzpflanze aus der Gattung der Minzen. Von anderen Minzen unterscheidet sich die Pfefferminze vor allem durch den hohen Menthol- und niedrigen Carvongehalt bzw. durch den schärferen Geschmack (daher der Name Pfefferminze).

Die Pfefferminze wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2004 gekürt. Die Pfefferminze ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Die 30 bis 90 cm hohe Pfefferminze ist eine frostharte Staude, die flach wurzelt und zahlreiche unter- und oberirdische Ausläufer entwickelt. Die Stiele sind gering bis stark behaart und wenig verzweigt, bei manchen Herkünften sind sie rötlich überzogen. Die Pfefferminze wird bevorzugt als Tee eingesetzt. So hilft sie innerlich bei Magen- Darmbeschwerden, Kopf- schmerzen und den anderen oben aufgelisteten Problemen. Auch als Haustee im Alltag ist sie beliebt, weil sie so erfrischend schmeckt.

 

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Pfefferminze

In arabischen Ländern ist die Minze sogar allgegenwärtiges Nationalgetränk. Pfefferminze ist Bestandteil der Carminativum-Tinktur, die Blähungen lindert. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet, länglich-eiförmig bis lanzettlich, am Rand grob gezähnt und häufig mit einer violetten Nervatur versehen. Die ab Juli bis September erscheinenden rosa bis lila blühenden Blüten stehen in endständigen Ähren. Die an der Basis unterbrochenen schwarzen und bläulichlila gefärbten Blüten sind endständig.

 

Heilwirkung der Pfefferminze

 

Antibakteriell

Beruhigend

Blähungen

Brechreiz

Durchfall

Erkältung

Entzündungshemmend

Galletreibend

Grippe

Herzschwäche

Hexenschuss

Ischias

Kopfschmerzen

Magenkrämpfe

Muttermilchhilfe

Migräne

Mundgeruch

Magenkrämpfe

Nervenschwäche

Nierenschmerzen

Schmerzstillend

Schlecht heilende Wunden

Schlaflosigkeit

Schnupfen

Tonisierend

Verdauungsschwäche

 

 

Medizinische Bedeutung

 

Die Pfefferminze ist eine der beliebtesten Heilpflanzen. Wichtigster Wirkstoff ist das ätherische Öl, ferner auch Labiatengerbstoffe, Flavonoide und andere. Pfefferminze wirkt anregend auf Gallenfluss und Gallensaftproduktion, krampflösend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, antimikrobiell und antiviral. Daher wird sie bei Gallenbeschwerden (auch leichteren Gallenkoliken) und „verdorbenem Magen“ mit Erfolg eingesetzt. Das ätherische Öl wird auch zum Einreiben bei Migräne, Kopf- und Nervenschmerzen sowie zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten verwendet; hierbei gilt wie für alle starkriechenden ätherischen Öle: Vorsicht bei Säuglingen und Kleinkindern. Bei Erkältung steht die subjektiv wahrgenommene Kühlwirkung im Vordergrund, die als erfrischend und angenehm empfunden wird; eine messbare abschwellende Wirkung existiert nicht. Spezielle Zubereitungen, die so präpariert sind, dass sie sich erst im Darm auflösen, werden auch bei Reizdarmsyndrom angewandt. Darüber hinaus besitzen die Wirkstoffe der Pfefferminze auch einen leicht beruhigenden Effekt. Pfefferminze kommt daher auch in Tees zur Nervenberuhigung und Schlafförderung zum Einsatz.

 

Wenig bekannt ist, dass Beschwerden bei Sodbrennen mit starkem Säurerückfluss (Refluxösophagitis) in die Speiseröhre durch Pfefferminze verstärkt werden können.

 

 

 

 

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